Andrea Tholl

Journalistin

° Jed Rubenfeld: Morddeutung

4. Oktober 2015 von Andrea Tholl | Keine Kommentare

Bis vor Kurzem schrieb Jed Rubenfeld ausschließlich juristische Abhandlungen, jetzt veröffentlichte er einen Kriminalroman. Warum? „Weil von meinem letzten Buch nur sechs Exemplare verkauft wurden“, sagt der amerikanische Professor für Verfassungsrecht, „vier davon an Familienmitglieder.“ Sein literarisches Debüt „Morddeutung“ stürmte dagegen auf Anhieb Platz 1 der englischen Bestsellerliste.

Rubenfeld führt seine Leser in das New York des Jahres 1909, als Dr. Sigmund Freud in die USA reist, um Vorlesungen zu halten. Während dieses Aufenthalts wird eine junge Frau stranguliert und mit Schnittwunden in einem vornehmen Appartement aufgefunden, eine zweite überlebt den Angriff, verliert aber durch den Schock Gedächtnis und Stimme. Mit Hilfe Freuds und der Psychoanalyse soll der Überlebenden geholfen werden, sich schnellstens an den Täter zu erinnern, um weitere Morde zu verhindern.

Eine spannende Entdeckungsreise in die Tiefen der menschlichen Seele beginnt. Es ist ein überzeugendes Debüt, das der 48-jährige Rubenfeld hingelegt hat – und es ist bloß erschienen, weil der Yale-Professor als vorbildlicher Ehemann auf seine Frau gehört hat. Er selbst hätte sein Krimi-Manuskript nämlich niemals verschickt.

Veröffentlicht in: BRIGITTE

° Jed Rubenfeld: „Freud hat ein Comeback verdient“

21. Juni 2015 von Andrea Tholl | Keine Kommentare

Foto: © Sigrid Estrada

Foto: © Sigrid Estrada

Eigentlich ist Jed Rubenfeld Jura-Professor an der Yale Universität. Doch der 48-jährige Amerikaner wechselte das Genre und schrieb den Psychoanalyse-Krimi „Morddeutung“. Mit SPIEGEL ONLINE sprach er über seinen unverhofften Bestseller und die fällige Rehabilitation Sigmund Freuds. Weiterlesen →